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Abnehmen in den Ferien.
Ein Test zeigt, dass es
hier große Preisunterschiede gibt. Kinderzahl und Sportangebote sind
aber genauso wichtig.
Mittlerweile bringt schon jedes vierte Schulkind in Wien zu viele
Kilos auf die Waage. Alarmierender Trend: Der Hang zum Übergewicht
setzt nicht nur immer früher ein, sondern ist auch tendenziell
stärker ausgeprägt. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, bietet
nun auch eine wachsende Zahl von Diätcamps die Möglichkeit zum
gemeinschaftlichen Abnehmen in den Ferien. Das Testmagazin
„Konsument“ hat in seiner neuen Ausgabe 14 heimische Anbieter unter
die Lupe genommen. Fazit: Zwischen 20 und bis zu 500 Euro pro Woche
geben Eltern für ihre Kids hier aus. Und: Nicht alle Krankenkassen
leisten Kostenzuschüsse.
Leichter in der Gruppe
In Österreich bieten bereits 14 Organisationen nahezu bundesweit
zwei- bis dreiwöchige Diätferien für Kinder und Jugendliche im Alter
von 6 bis 18 Jahren an. Der Vorteil solcher Diätcamps: Das Einüben
eines neuen Lebensstils fällt in der Gruppe mitunter leichter und
bereitet angesichts möglicher Rahmenveranstaltungen wie Theater
spielen, Malen oder Basteln wohl auch mehr Spaß.
Zwischen 22 und 250 Euro pro Woche
Nicht alle Diätcamps stehen aber jedem Interessenten offen. Je nach
Anbieter können hier unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen
festgelegt sein, wie etwa Alter, Body Mass Index, Wohnort oder
Sozialversicherung der Eltern. Zu den günstigsten Anbietern zählt
dabei das dreiwöchige „Fit ins Leben“-Camp in Spital am Pyhrn
(Oberösterreich) und Hatzendorf(Steiermark). Zwischen 22 und 64 Euro
werden hier pro Woche fällig, wobei der günstige Tarif auch dadurch
zu erklären ist, dass die Sozialversicherungsanstalt der Bauern
selbst als Anbieter tätig ist. Die Teilnahme ist damit aber auch –
unter bestimmten Voraussetzungen – nur Voll- und Nebenerwerbsbauern
vorbehalten.
Vorher bei Krankenkasse informieren
Doch auch die allgemein zugänglichen zweiwöchigen „Gesunden Ferien“
der Kinderfreunde Burgenland auf Burg Lockenhaus um 250 Euro pro
Woche sind vergleichsweise immer noch preiswert. Allerdings sollten
sich Eltern im Vorfeld genau informieren, ob und inwieweit
Krankenkassen für Diätferien Zuschüsse leisten. Die Wiener, die
Burgenländische, die Kärntner und die Tiroler Gebietskrankenkasse
gewähren generell keine Zuschüsse.
Betreuung, Sportangebot und Kinderzahl sind wichtig
„Bei der Auswahl des Camps sollten Eltern nicht allein auf den Preis
achten. Mindestens ebenso wichtig sind Faktoren wie der
Betreuungsschlüssel, die Gesamtkinderanzahl oder das Sport- und
Beschäftigungsangebot“, rät „Konsument“-Ernährungswissenschafterin
Birgit Beck. Für den nachhaltigen Erfolg entscheidend ist vor allem,
ob im Rahmen des Diätprogramms eine umfassende Nachbetreuung
angeboten wird und die Unterstützung der Familie gegeben ist. Denn:
“Wenn nicht die ganze Familie mitmacht, geht gar
nichts“,unterstreicht Beck.
Weiter Infos unter: www.konsument.at
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