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Gehen wir ein Stück?
Ein Stück gemeinsam zu
gehen, im wahrsten Sinn des Wortes, und dabei den Ursachen für
"übergewichtiges" Verhalten auf die Schliche zu kommen, ist das Ziel
der "laufenden Gesprächstherapie".
Bei einer reinen Gesprächstherapie fühlt sich der andere mitunter
beobachtet und kontrolliert", sagt Psychotherapeut und Psychologe
Horst Simku. Turnschuhe statt Couch und hinaus in die Natur, so
lautet das Erfolgskonzept seiner Methode der "laufenden
Gesprächstherapie". Laufen bedeutet für ihn dabei auch, "ein Stück
miteinander zu gehen".
In einem Erstgespräch versucht der Psychologe zunächst, gemeinsam
mit seinem Klienten die eigentlichen Ursachen für dessen Übergewicht
zu erforschen. "Die Antwort ist nicht, weil ich zu viel oder zu
kalorienreich esse oder mich zu wenig bewege", erläutert Simku. Die
wahren Gründe seien, von medizinischen Erkrankungen abgesehen, auf
seelischer Ebene zu finden, z. B. in Stress, Wut, Trauer, die
"hinuntergeschluckt" würden.
Beim gemeinsamen Laufen oder Gehen werden diese verdeckten
seelischen Auslöser aufgespürt. Der Patient soll einen anderen
Umgang mit seinen (negativen) Gefühlen lernen, das heißt "Essen
nicht mehr für andere Zwecke zu missbrauchen, sondern es für seinen
ursprünglichen Zweck zu nutzen: für Sättigung und Genuss".
Goethes Worte "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust" bringen den
inneren Konflikt vieler, die abnehmen möchten, zum Ausdruck. "Ein
Teil in mir möchte abnehmen, ein anderer möchte völlern, genießen
und faul sein. Manchmal hat der eine, dann wieder der andere Teil
die Oberhand", sagt Simku. Hier gelte es, die inneren Stimmen zu
einem Team zu vereinen, das an einem Strang zieht: "Der innere
Schweinehund braucht jemanden, der ihn an die Leine nimmt und führt,
damit er nicht mehr machen kann, was ER will, sondern was ICH will."
Um und Auf Regelmäßigkeit
In der Therapie lernt der Klient, Willen und Selbstbewusstsein, zu
stärken. Wie das geht? "Über die Regelmäßigkeit", sagt der
Psychotherapeut, wobei sich gerade dabei Bewegung als optimales
Übungsmittel erweist.
Das eigentliche Ziel jeder Gewichtsabnahme ist, das Gewicht
dauerhaft zu halten. Hilfreich dabei sei, sich zu Beginn ein
realistisches Ziel zu setzen. "Wenn ich dieses Ziel erreicht habe,
darf ich nicht mehr weiter abnehmen, sondern versuche nur mehr, mein
Gewicht im Alltag zu halten."
Notorischen Zu-viel-Essern rät der Psychologe zu folgendem Trick:
"Konfrontieren Sie sich mit Ihren kalorienreichen Lieblingsspeisen,
essen Sie aber nur eine sehr geringe Menge davon. Mit der Zeit
werden Sie keine Gier mehr verspüren, Unmengen dieser Speisen zu
essen."
Ziel der "laufenden Gesprächstherapie" ist, dass der Klient
möglichst rasch lernt, das neu erlernte Verhalten selbstständig im
Alltag umzusetzen. Die Beziehung zum Therapeuten, z. B. auch in Form
regelmäßiger SMS-Kontakte, soll lediglich eine anfängliche Stütze
sein. Der Therapeut ist hilfreicher Begleiter, der ein Stück des
Weges mit seinem Klienten gemeinsam geht.
Info: www.simku.at oder 0660 / 520 20 55
Horst Simku
Psychotherapeut, Psychologe
Der Weg zur dauerhaftem Erfolg führt über die Regelmäßigkeit.
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